Symbolische Schlüsselübergabe "Hangweide"

Pressemitteilung

Jüngst ist das Städtebauliche Wettbewerbsverfahren angelaufen. Denn parallel zu den Kaufverhandlungen trieben die Projektpartner die Vorplanungen für das Gelände an. So startete im Jahr 2018 ein großangelegter Bürgerbeteiligungsprozesses mit mehreren Workshops, wo Konzeptideen für die zukünftige Gestaltung des Geländes entwickelt wurden. Im Jahr 2019 folgten weitere Diskussionsrunden mit Bürgern, Planern und Projektbeteiligten. Die Ideen und Anregungen der Bürgerschaft flossen maßgeblich in die Eckpunkte des Auslobungstextes für den Städtebaulichen Wettbewerb ein. Seit April 2019 steht die Hangweide zudem auf der Projektliste der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA).

„Die Hangweide war einst eine Modell-Siedlung für Menschen mit Behinderung und sie hat jetzt wieder beste Chancen, ein Vorzeigemodell zu werden im Sinne eines modernen Wohnquartiers für alle“, betont der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, Rainer Hinzen: „Wir von der Diakonie Stetten wünschen der Gemeinde Kernen und ihren Projektpartnern alles erdenklich Gute und viel Erfolg für die Entwicklung der „neuen“ Hangweide.“

Landrat Dr. Richard Sigel ist von der Strahlkraft des Projekts, weit über den Rems-Murr-Kreis hinaus, überzeugt. „Der Kreistag hat sich in seiner Klausur vergangene Woche klar hinter das Projekt Hangweide gestellt. In Arbeitsgruppen haben die Kreisrätinnen und Kreisräte für sich zentrale Themen für das Wohnquartier identifiziert. Neben innovativen Mobilitätskonzepten stehen auch neue Wohntypologien, sowie das Gesamtenergiekonzept ganz oben auf der Agenda.“

„Die Hangweide bietet eine große Entwicklungschance für die Gemeinde Kernen und kann einen großen Beitrag zur Wohnraumversorgung breiter Schichten der Bevölkerung dienen“, sagt Dirk Braune, Geschäftsführer der Kreisbaugruppe. „Die Neuentwicklung bietet die Möglichkeit für ökologische Konzepte und neue Formen des Zusammenlebens.“

„Der Kauf des Geländes ist die größte Einmalinvestition im Bereich des Immobilienerwerbs in der Geschichte der Gemeinde“, sagt Kernens Bürgermeister Benedikt Paulowitsch, „aber eine mit großen Entwicklungschancen für Kernen“. Dabei gehe es nicht nur um die Schaffung von neuem Wohnraum, sondern auch um Antworten auf die Zukunft der Mobilität, neuer Lebens- und Arbeitsmodelle oder auch des Klimaschutzes. Die Bürgerinnen und Bürger werden nach wie vor einbezogen. „Bei einem Hangweidetag im Sommer wollen wir der Bürgerschaft und allen Interessierten erneut ein Diskussionsforum bieten. Denn wir wollen keine Luftschlösser bauen, sondern ein zukunftsfähiges Wohnquartier.“

Ernst Kellermann, Geschäftsführer der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH betont: "Für uns als LBBW Immobilien Kommunalentwicklung ist die Hangweide ein Leuchtturmprojekt von überragender Bedeutung. Dieses Projekt werden wir mit ganzer Kraft und mit all unserem Know-how unterstützen.“

Das knapp acht Hektar große Gelände wechselte für 16,5 Millionen Euro den Besitzer. Auf die Gemeinde Kernen im Remstal entfiel dabei der vereinbarte Anteil von 40 Prozent, die beiden weiteren Projektpartner Kreisbaugruppe und KE zahlten jeweils einen Anteil von 30 Prozent am Geländeerwerb.

Teilnehmer am Pressetermin:
Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten
Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises
Benedikt Paulowitsch, Bürgermeister der Gemeinde Kernen im Remstal
Ernst Kellermann, Markus Lämmle, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung KE
Dirk Braune, Geschäftsführer der Kreisbaugruppe

Artikel Stuttgarter Zeitung

Weitere Projektinformationen

KE-Report 42