Planungsgutachten der LBBW Immobilien zur Neubebauung Eberhardstraße 18 bis 22 in Stuttgart entschieden

Stuttgart, 02.05.2018

h4a Gessert + Randecker Architekten aus Stuttgart belegen 1. Rang

Die LBBW Immobilien hat Ende 2017 in Abstimmung mit der Stadt Stuttgart elf Architekturbüros zu einem Planungsgutachten zur Neubebauung der Eberhardstraße 18 bis 22 eingeladen. Insgesamt wurden acht Arbeiten eingereicht, die am Freitag, 27. April anonymisiert von einer 13-köpfigen Jury bewertet wurden. Nach eingehenden Beratungen verständigten sich die Jurymitglieder – Vertreter des Bauherren, der Stadt Stuttgart sowie unabhängige Experten – mehrheitlich darauf, den vom Stuttgarter Büro h4a Gessert + Randecker Architekten vorgeschlagenen Entwurf weiter zu verfolgen und das Büro mit der Überarbeitung und den weiteren Planungen zu beauftragen. Die Weiterentwicklung der vorgestellten Planung soll zeitnah in einer Optimierungsphase erfolgen.

Ziel und Anlass des Gutachtens war es, anstelle der bestehenden Gebäude auf dem Eckgrundstück Eberhard-/Stein-/Geißstraße ein multifunktionales Wohn- und Geschäftshaus zu errichten, das mit seiner Wertigkeit zum einen der zentralen und prominenten Lage gerecht wird und zum anderen auf die historische Altstadtbebauung in der Nachbarschaft städtebaulich und architektonisch angemessen reagiert.

„Für uns hat die Umgestaltung des Eckareals in ein lebenswertes Quartier hohe Priorität. So wollen wir an dieser prägnanten Stelle eine architektonisch hochwertige Bebauung, die sich gekonnt in den städtebaulichen Zusammenhang einfügt und den öffentlichen Raum aufwertet“, sagt Frank Berlepp, Geschäftsführer LBBW Immobilien Management GmbH, zur Entscheidung der Jury für das Büro h4a Gessert + Randecker Architekten. „Wenn alles nach Plan läuft, werden wir bis Mitte nächsten Jahres auf Basis des finalen Planungsergebnisses Baurecht haben, so dass wir dann zeitnah mit dem Rückbau der Bestandsgebäude und den Vorbereitungen für den geplanten Neubau beginnen können.“

Nach h4a Gessert + Randecker Architekten belegt das Büro Jo.Franzke Generalplaner GmbH aus Frankfurt den 2. Rang. Weiterhin haben folgende Büros Entwürfe für die Neubebauung des Areals eingereicht: Aldinger Architekten Planungsgesellschaft GmbH, Stuttgart; Hascher Jehle Architektur GmbH, Berlin; KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Frankfurt; Christoph Mäckler Architekten GmbH, Frankfurt; Tchoban Voss Architekten GmbH, Berlin; wittfoht architekten bda, Stuttgart.

Überzeugendes städtebauliches Konzept

Generelle Vorgabe für die am Planungsgutachten beteiligten Büros war es, bei der Planung zur Neubebauung die städtebauliche Körnung des Quartiers sowie die Maßstäblichkeit der benachbarten Bebauung adäquat zu berücksichtigen und gleichzeitig den Erfordernissen des vom Gemeinderat der Stadt Stuttgart formulierten Zielbeschlusses „Eine lebenswerte Stadt“ hinsichtlich des öffentlichen Raumes gerecht zu werden. Bei der Zielgröße der baulichen Ausnutzung war von einer Nutzfläche von rund 6.800 Quadratmeter auszugehen.

„Die Kommission hat sehr intensiv über die vorgelegten Entwürfe beraten, ehe sie eine Entscheidung getroffen hat“, erklärt der Vorsitzende der Jury, Dipl.-Ing. Wolfgang Riehle, Architekt und Stadtplaner. „Ausschlaggebend für die Wahl des Siegerentwurfs war, dass dieser für den für Stuttgart so wichtigen städtebaulichen Ort einen überzeugenden Lösungsansatz anbot, der ohne historisierende Zitate einen prägnanten und zeitgemäßen Stadtbaustein setzt.“

So zeichnet sich der Entwurf durch eine wertige Fassadengestaltung aus, die strukturell sechs separate Bausteine erkennen lässt und sich in seiner Höhenentwicklung und Baukörperstaffelung positiv in die vorhandenen Straßenfronten einfügt.

„Wir wollen dieses Stück Stadt wiederbeleben. Der zentrale Punkt ist dabei, dass der Riegel über der Steinstraße und die heutige Hinterhofsituation in der Geißstraße verschwinden. An dieser Stelle ist es zudem wichtig, dass die Nutzung im Erdgeschoss auch den öffentlichen Raum belebt und in dem Gebäude künftig auch Wohnen stattfindet. All dies vereint der Planungsentwurf von h4a Gessert + Randecker Architekten. Er zeigt, wie hier Stadt "repariert" werden kann. Wir sind gespannt auf die Überarbeitung", sagt der Stuttgarter Baubürgermeister und Jurymitglied Dipl.-Ing. Peter Pätzold.

Um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild von der Neuplanung des Areals zu machen, werden die von den Architekturbüros eingereichten Arbeiten vom 3. bis 11. Mai 2018 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Eingangsbereich (Foyer) des Bollwerks, Fritz-Elsas-Straße 31, 70174 Stuttgart, zu sehen sein. Öffnungszeiten sind täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Nach dem Lautenschlager Areal und dem Leo Business Campus Stuttgart ist die Neubebauung der Eberhardstraße 18 bis 22 das dritte große Projekt, das die LBBW Immobilien in nur wenigen Jahren in der Stuttgarter Innenstadt verwirklicht.