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Salach: Zeitgemäße Gewerbeflächen auf Industriebrachen

Das Filstal zwischen Geislingen und Ebersbach spielte bei der Industrialisierung Württembergs eine führende Rolle. Mit dem Bau der Bahnlinie um 1850 begann der Aufbau der Textilindustrie; Papierfabriken, Holz- und Lederverarbeitung folgten. Nach 1960 gerieten diese Wirtschaftszweige in die Krise und großflächige Gewerbe- und Industrie-brachen waren die Folge. In der Gemeinde Salach (Landkreis Göppingen) sind die Papierfabrik Salach und das Gewerbe-areal Schachenmayr Zeugen dieser Entwicklung. In den vergangenen zwei Jahrzehnten verlor die Gemeinde durch Insolvenz und Standortschließungen weit über 2.000 Arbeitsplätze. Große Teile der als Ensemble denkmalgeschützten Werkshallen sind seit mehreren Jahren verwaist. Erfreulicherweise gibt es noch zwei Textilbetriebe, für die nun ein Umfeld mit optimalen Produktionsbedingungen geschaffen werden soll.


Die Gemeinde Salach, die Grundstücks-eigentümer und die Region Stuttgart haben die KE mit der Durchführung von drei Potenzialanalysen beauftragt, um die Leitlinien einer tragfähigen städtebaulichen Entwicklung für die beiden Gewerbebrachen und die dazwischen liegenden ehemaligen Werks- und Wohnbereiche zu untersuchen. Viele Gebäude sind mehrgeschossige Hallen in bautechnisch desolatem Zustand; Grundstückszuschnitte und Erschließung sind unzweckmäßig.
Ziel einer städtebaulich geordneten Entwicklung ist es, einen stabilen Gewerbe- und Mischgebietsstandort zwischen dem sanierten Ortskern und dem Filsufer zu schaffen und zeitgemäße Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen. Für beide Gewerbebrachen wurden mit der Potenzialanalyse die Ziele für die künftige Entwicklung und die Bauleitplanung geklärt. Danach sollen einzelne denkmalgeschützte, aber nicht wirtschaftlich nutzbare Gebäude rückgebaut, andere saniert und neu genutzt sowie neue Erschließungsanlagen erstellt werden. Für den Zwischenbereich wurden die Eignungsvoraussetzungen für Sanierungsfördermaßnahmen geprüft.
Neben der städtebaulichen Aufgaben-stellung wurden Grundstücksverfügbarkeiten, Marktpotenziale sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Eckpunkte für die Umnutzung und Aufwertung der privaten Liegenschaften aufgezeigt.
Für die Gemeinde, die Region und die Eigentümer haben die Potenzialanalysen neue Entwicklungsperspektiven identifiziert und die Realisierung vorbereitet. Alle Auftraggeber haben die Zielplanungen begrüßt und eine weiterführende Machbarkeitsstudie und vorbereitende Untersuchung auf den Weg gebracht, um der gewerblichen Entwicklung im Filstal neue Impulse zu geben.

Ihr Ansprechpartner:

Anselm Hilsheimer Herr

Anselm Hilsheimer

LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH
Tel. geschäftlich: 07 11/64 54-143
Fax: 07 11/64 54-100
Email: anselm.hilsheimer@lbbw-im.de
 
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PLZ Ort: 70180 Stuttgart
Land/Bundesland: Deutschland / (Baden-Württemberg)