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LBBW Immobilien


Nachhaltige Stadtentwicklungsplanung

Städte und Gemeinden stehen vor einer Reihe von Herausforderungen, und dies in Zeiten finanzieller Verwerfungen als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise:

  • Gesellschaftliche Veränderungen, die einerseits unter dem Begriff des demografischen Wandels und andererseits als Wertewandel diskutiert werden. Die Folgen des demografischen Wandels betreffen die kommunale Infrastruktur. Aber auch die Immobilienwirtschaft ist gefordert: Neue Haushaltstypen haben andere Ansprüche an die Wohnung und das Wohnumfeld.
  • Wirtschaftliche Trends, die unter den Begriff Globalisierung gefasst werden und deren un-mittelbare Folgen für die Gemeinden einen zunehmenden Standortwettbewerb bedeuten. Der Strukturwandel der Wirtschaft hat unmittelbare Konsequenzen für Grundstücke und -Gebäude: Nicht mehr betriebsnotwendige Produktionsstandorte müssen von Altlasten befreit, geordnet und für neue Nutzungen wie Dienstleistungen, Existenzgründer, Handel, Kultur oder Wohnen tauglich aufgewertet werden.
  • Ökologische Standards setzen die Kommunen nicht nur beim Ausbau einer CO2-armen Energieversorgung, sondern auch durch einen vernünftigen Umgang mit Grund und Boden. Diese Innenentwicklung ist komplex und aufwändig, auf integrierten Standorten ein Gebot der Vernunft. Die Aktivierung von Baulücken und Brachflächen erfordert konzeptionelles und finanzielles Engagement. Waren es in der Vergangenheit vor allem militärische Konversionen – im Angebot des Bundes befinden sich noch über 3.200 ha bebaute ehemalige Militärareale –, sind es jetzt ehemalige Bahn- und Hafenareale, Flächen aus Firmeninsolvenzen und Infrastrukturareale wie Schulzentren oder Krankenhausstandorte, für deren Nachnutzung Perspektiven aufzuzeigen sind.


Diese neuen Aufgaben müssen einerseits durch Stadtentwicklungskonzepte aufgearbeitet werden, andererseits müssen auch neue Wege in der Organisation und Finanzierung beschritten werden: Öffentlich-private Entwicklungsgesellschaften eröffnen Optionen, die Interessen der Kommunen zu wahren, externen Sachverstand einzubeziehen und die wirtschaftlichen Risiken angemessen zu verteilen.

Bei eingeschränkten kommunalen Finanzen können diese Aufgaben nicht allein durch die Städte und Gemeinden bewältigt werden, sondern es müssen immobilienwirtschaftliche Ansätze integriert werden. Dies gilt beispielsweise für den Umgang mit Wohnanlagen und Großwohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre.

Aufgabe der Kommune ist es, städtebaulich vernünftige Konzepte zu entwickeln. Dies bedeutet vor allem auch die Definition von Zielen, Qualitätsstandards, Nutzungen, Flächenlayout und Erschließung. Kriterien für eine soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sind zu definieren. Bereits in dieser frühen Phase ist eine erste städtebauliche Kalkulation die Grundlage für die Umsetzung dieser Standards in konkrete Realisierungsschritte und Maßnahmen.

Schon diese wenigen Stichworte -machen deutlich, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung sehr viel mit Kreativität, aber auch mit intelligenter -Finanzierung und Immobilien-Know-how zu tun hat; jede Kommune, aber auch jedes Grundstück ist im Hinblick auf sein Entwicklungspotenzial individuell zu betrachten. Nicht das Abarbeiten standardisierter Schemen ist gefordert, sondern die originelle Lösung muss erarbeitet werden. Nur so kann im Rahmen der Projektentwicklung eine tragfähige und vernünftige Lösung gefunden werden, welche die Gemeinde oder Stadt voranbringt und nachhaltig positioniert. Diesen integrativen Ansatz in Stadtentwicklungskonzepten zu formulieren ist die Aufgabe nachhaltiger Stadtentwicklungsplanung. Zukunftsweisender Städtebau, -intelligente Organisation und tragfähige -Finanzierung sind im Rahmen der Stadt- und Gemeindeentwicklung zusammen zu betrachten und im Dialog zwischen Politik, Bürgerschaft und Verwaltung zu erarbeiten.

Die KE ist in diesem Prozess mit kommunaler Expertise, als Projektmanager und Verfahrenssteuerer in einer Vielzahl von Entwicklungsvorhaben Partner der Kommunen. Aktuelle Referenzvorhaben reichen von der Entwicklung der Bahnstadt auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände in Heidelberg über Konversionsvorhaben in Rastatt bis zur Nachnutzung von Gewerbebrachen in Mössingen, Süßen oder Mannheim. Die Vorhaben erstrecken sich über Areale unterschiedlicher Größenordnungen. Allen Projekten gemeinsam ist die Komplexität der Aufgabe, der Anspruch an städtebaulicher Qualität und nachhaltigen Nutzen für die Entwicklung der Städte und Gemeinden.

Ihr Ansprechpartner:

Richard Reschl Herr Prof. Dr.

Richard Reschl

LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH
Tel. geschäftlich: 07 11/64 54-122
Fax: 07 11/64 54-100
Email: richard.reschl@lbbw-im.de
 
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