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Bruchsal: Bürgerbeteiligung „Soziale Stadt“

Die „Soziale Stadt“ ist das Programm zur integrativen Entwicklung von Stadtteilen mit komplexen Problemlagen. Die Erfolge des Programms beruhen vor allem auf einer abgestimmten Ressourcenbündelung und Vernetzung von Akteuren und Bewohnern. In der Zusammenarbeit wird dabei Neuland betreten, es wird experimentiert und es werden neue Erfahrungen gemacht.


Die Stadt Bruchsal wurde 2006 mit dem Gebiet Durlacher-/Prinz-Wilhelm-Straße in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen und finanziert damit investive Maßnahmen. Gleichzeitig wurde mit dem Programmteil „Modellvorhaben – Soziale Stadt“ zusätzlich die Grundlage geschaffen, nichtinvestive Maßnahmen im Gebiet zu fördern. Darunter fallen zum Beispiel das Quartiersmanagement, die Sprachförderung, Hausaufgabenhilfe an der Stirumschule und im Kinderhaus St. Raphael, das Kunstprojekt „Wohnsitz Bruchsal“ und weitere Projekte. Die KE hat die Umsetzung des Modellvorhabens organisiert und leitet die Projektgruppe. Auch die Beteiligung der Bewohner und Akteure im Quartier wird im Rahmen des Modellvorhabens gefördert. Im Mittelpunkt der Bürgeraktivitäten stehen die öffentlichen Plätze und Freiflächen an der Durlacher Straße, der Stirumschule und die Viktoria-Anlage am Bahnhof.
Plätze und Grünanlagen zeigen die Probleme eines Stadtquartiers häufig auf einen Blick: Vandalismus, Vermüllung, ungebetene Dauergäste auf den Parkbänken. Gleichzeitig sind die Parks und Grünflächen besonders wichtig für die Identifikation und das soziale Klima in einem Stadtviertel, dessen Bewohner kaum über private Gärten und Freibereiche verfügen.
Im Rahmen des Modellvorhabens lud die Stadt Bruchsal alle Bürgerinnen und Bürger im Sanierungsgebiet dazu ein, sich aktiv in die Gestaltung ihres Viertels einzubringen. In der Bürgerbeteiligung sollte es darum gehen, wie die Plätze und Freiräume aussehen sollen, damit Kinder, Familien, Jugendliche und Senioren sich dort gleichermaßen wohlfühlen.
In jüngerer Zeit hatten die unterschiedlichen Interessen der Nutzer und Anwohner vor allem am stark frequentierten Platz an der Durlacher Straße wiederholt zu Ärger geführt.
Die Bürgerbeteiligung startete mit einer Auftaktveranstaltung im Oktober, die, umrahmt von Theatersport, Diaschau, Dixieklängen und internationalem Buffet, regen Zuspruch fand.
Die Workshops fanden an zwei Samstagen statt. Sie wurden von Moderatoren der KE geleitet. Bei strahlender Herbstsonne spielte sich der erste Termin ausschließlich im Freien ab. Die Moderation an Ort und Stelle senkte die Hemmschwelle für die Teilnahme und erleichterte den Einstieg in eine lebendige Diskussion. Was beim ersten Termin in Worten festgehalten worden war, wurde am zweiten Samstag in anschauliche Planung umgesetzt. Ausgestattet mit Stiften, Schere und maßstäblichen Gestaltungselementen überplanten die rund 20 Teilnehmer-innen und Teilnehmer aller Alters-gruppen die Plätze und Parks ihres Stadtviertels nach ihren Vorstellungen.
Die Finanzmittel für die Umsetzung kommen aus dem Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“. Neben inves-tiven Maßnahmen haben die Bürger-innen und Bürger vorgeschlagen, sich über Patenschaften und unter Nutzern und Anwohnern vereinbarte Spielregeln für die Pflege und ein gedeihliches Miteinander in den Quartierparks einzusetzen. Damit ist es gelungen, die Ziele des Programms in konkrete Schritte und bürgerschaftliches Engagement umzusetzen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Susanne Häsler Frau Dr.

Susanne Häsler

LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH
Tel. geschäftlich: 07 11/64 54-105
Fax: 07 11/64 54-100
Email: susanne.haesler@lbbw-im.de
 
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